Sonderbauten

Allgemeines ...

Im Laufe der Jahre wurden immer wieder besondere Bauaufgaben an das Büro herangetragen. Diese "Gebäude besonderer Art und Nutzung", kurz genannt Sonderbauten, gehören nicht nur baurechtlich sondern auch architektonisch zu den interessantesten Herausforderungen eines Architekturbüros.

Wesentlich ist dabei die Auseinandersetzung und Berücksichtigung vielfältiger Anforderungen aus den verschiedensten technischen Belangen und gesetzlichen Auflagen von der Sicherheits- und Betriebstechnik über den Brandschutz bis hin zu Umweltauflagen etc.. Der Bauherr erwartet einerseits die Gestaltung des Objektes als Teil der Corporate Identity, andererseits die optimale Umsetzung der betriebstechnischen Abläufe bei einem
Höchstmaß an Flexibilität, sowie präzises Kosten- und Zeitmanagement.

Die gelungene Projektierung und Abwicklung zahlreicher Baumaßnahmen führte dazu, dass sich insbesondere in diesem Tätigkeitsfeld langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen entwickelt haben.

 

 

Auferstehungskirche

 

Die im Krieg bis auf den Turm zerstörte Auferstehungskirche stand unter Denkmalschutz und befand sich im Eigentum der altkatholischen Gemeinde. Der Entwurf von Prof. Sedlacek zeichnet mit einem vollverglasten Bürogebäude die Kubatur des Hauptschiffes nach und verlagert den Kirchenraum ins Untergeschoss. Darunter befinden sich noch weitere Garagengeschosse. Nach der Baugenehmigung übernahm PS-P die komplette Umsetzung von der Werkplanung über die Bauleitung bis zur Übergabe an den Investor.

Bahnhof Pattscheid

Das Fachwerkgebäude des ehemaligen Pattscheider Bahnhofs haben wir in das "Tagungs- und Gästehaus" der Firma Illbruck umgewandelt. Die sehr hohen Anforderungen seitens des Denkmalschutzamtes wurden bei der Sanierung ebenso umgesetzt wie der Anspruch des Bauherrn auf die Integration modernster technischer Ausrüstung in der Ausstattung. Es ist dank äußerst intensiver Planung aller Details bis hin zur Lage der Schrauben bei den Einbauschränken eine gelungene Symbiose aus Alt und Neu entstanden.

Brillenfabrik Meitzner + Meitzner

Die Brillenfabrik im Gewerbegebiet Fixheide war eine gestalterische und technische Herausforderung. Der Produktionsbetrieb teilte sich in laute und leise Arbeitsschritte, die sich größtenteils abwechselten. Um ein optimales Arbeitsklima zu schaffen, planten wir eine Wand, die längs durch die gesamte Anlage läuft, und laute und leise Arbeitsschritte trennt.

Bürotrakt Carcoustics

Die Besonderheit dieses Projektes bestand darin, innerhalb von drei Monaten und innerhalb eines festen Kostenrahmens die Umwandlung einer Büroetage vom Großraumbüro zum Kombi-Büro inklusive Planung und Bauausführung zu realisieren. Mit großem Planungsteam und 3D-Animationsfilmen wurde parallel zur Ausschreibung, Werkplanung und Bauvorbereitung der Abstimmungsprozess zum Entwurf durchgeführt.

Burscheider Bäume

Die Burscheider Bäume sind in den vergangenen 2 Jahren seit ihrer Fertigstellung zum festen
Bestandteil  des Burscheider Stadtbildes geworden:
Burscheid ist eine Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern am Rande des Bergischen Landes. Der
Blick über den Markt auf die Kirche und die denkmalgeschützten Häuser im Zentrum der Altstadt ist eines der Highlights im Burscheider Stadtbild. Als Mitte des Jahres 2004 die Stadt Burscheid beschloss, eine Idee aus dem Stadtmarketingprozess  zur Attraktivierung der Innenstadt - die Teilüberdachung des Marktplatzes- umzusetzen, wurde schnell deutlich, dass es hier nicht nur um Witterungsschutz, sondern um die Bereicherung des Stadtbildes und ein Stück weit um das "Image" der Stadt ging - einer dem Modernen gegenüber aufgeschlossenen aber auch seiner Tradition verpflichteten bergischen Stadt.  
Die Komplexität der Aufgabenstellung zeigte sich auch bei der Präsentation von üblichen  Fertiglösungen im zuständigen Fachausschuss der Stadt, die aufgrund des sensiblen Umfeldes und der Öffentlichkeitswirksamkeit des Projektes auf heftige Kritik stießen. Daraufhin wurde in zahlreichen Visualisierungen das nun realisierte Konzept entwickelt.
Die drei vorhandenen Bäume dienten als Ideengeber und wurden durch eine leichte und filigrane Struktur im Sinne von modernem Stadtmobiliar ergänzt. Diese setzt sich aus der  spielerischen Reihung eines  Grundelementes zusammen, das aus einer baumartig verzweigten Stahlkonstruktion mit  transparenter „blattartiger" Abdeckung besteht. In Zusammenhang mit den vorhandenen Bäumen entstand so ein kleiner „Hain" am Rande des Marktplatzes, der mitten im Zentrum einen neuen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität bildet.

Ausgehend von der Idee des „Blätter"-Daches war der konstruktive und gestalterische Kerngedanke bezüglich der Abdeckung die gute Formbarkeit von MAKROLON® - Platten mit den statisch günstigen Eigenschaften einer gebogenen Scheibe im Sinne einer „Blattkonstruktion" zu verbinden. Die konsequente Umsetzung dieses Ansatzes führte einerseits zu der gewünschten innenliegenden Entwässerung und in Kombination mit dem „blattartigen" ovalen Grundriss zu einer transparenten und filigranen Dachkonstruktion, die in der Ansicht eine beschwingte, fast schwebende Silhouette zeigt und  aus den unterschiedlichen Perspektiven immer wieder neue Eindrücke gewährt. Insgesamt bringt die eher unaufdringliche Blatt-Baum-Struktur neben dem Witterungsschutz und den vielfältigen Sinneseindrücke u.a. durch Licht- und Schattenspiele und eine Beleuchtung am Abend, insbesondere eine zurückhaltende fast spielerischere Modernität in das traditionell bestimmte Umfeld.

Im Rahmen der Umsetzung des Projektes wurde aber auch klar, dass es sich bei dem „Burscheider Baum" um ein Grundelement handelt, das vielfältig einsetzbar ist und dessen gestalterisches Potenzial z.B. durch andere Reihungen und Formen und / oder farbige, bedruckte, mit Solarmodulen bestückte MAKROLON ® – Elemente und /oder die  Verwendung von COR-TEN-STAHL  etc. nicht zu unterschätzen ist.

C. v. Dryander

Edeka Wahn

Der Edekamarkt in Köln ist nicht nur ein weiteres anspruchsvolles Projekt in der Zusammenarbeit mit Baron Eltz sondern stellt auch den Ausgangspunkt für eine anregende Kooperation mit EDEKA dar. Inspiriert von den Märkten der M-Preis-Gruppe in Österreich konnte hier in enger Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Betreiber ein interessanter, lichtdurchfluteter Lebensmittelmarkt entwickelt werden, der auch optisch zu einem neuen Magneten des Baugebietes am S-Bahnhof wird.

Eltzhof

In zwei Bauabschnitten ist der unter Denkmalschutz stehende ehemalige Gutshof des Schlosses Wahn in eine Kultur- und Begegnungsstätte umgebaut worden, die u. a. einen großen Veranstaltungssaal, eine gehobene Gastronomie und ein Brauhaus beinhaltet. Auch bei diesem Projekt spielte die Materialauswahl eine wesentliche Rolle. Neben der sorgfältigen Bearbeitung der vorhandenen Substanz kamen sehr hochwertige, eindeutige Materialien zum Einsatz, die im Zusammenspiel mit dem alten Ziegelmauerwerk ein besonderes Ambiente erzeugen.

Geschäftshaus Eberswalde

Mit dem Gebäudekomplex wird ein Grundstück im Zentrum der Stadt Eberswalde bebaut, welches seit der Kriegszerstörung brach lag. Die  städtebaulichen, architektonischen und technischen (hoher Grundwasserstand etc.) Anforderungen, aber auch die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse kurz nach der Wiedervereinigung und nicht zuletzt die heterogene Bauherrengemeinschaft aus Volksbank, Baron Eltz und Privatinvestoren machten das Projekt zu einem der komplexesten und interessantesten.

Grundschule Dierath

In zwei Bauabschnitten wurde  durch Umbauten und Ergänzungen  im Bestand (Aufstockung, Dachausbau etc.) die Grundschule Dierath  für die Anforderungen der Ganztagsbetreuung an der Schule räumlich gerüstet. Das Kostenbudget war in beiden Fällen eng und nicht veränderbar, jedoch gab es für die Lösung der Aufgabe zahlreiche Möglichkeiten. Daher hat die Stadt Burscheid kleine Wettbewerbe ausgeschrieben, die jeweils von PS-P gewonnen wurden.

Kita Longerich

Anfang der 90er Jahre suchte die evangelische Kirchengemeinde in Köln Longerich nach einem gemeindenahen Standort für eine neue Kindertagesstätte. Unter Ausnutzung aller baurechtlichen Möglichkeiten wurde hinter dem bestehenden Gemeindehaus auf der Grenze zum benachbarten Park schließlich ein geeigneter Bauplatz gefunden. Durch die geschickte Anordnung der Kita entstand im Zusammenspiel mit Kirche und Gemeindehaus ein harmonisches und funktionsgerechtes Ensemble, von dem die Gemeinde bis heute profitiert.

Krematorium

Bereits 1997 wurde PS-P von Mario Gless mit der Planung einer Feuerbestattungsanlage beauftragt und 1998 der Bauantrag eingereicht. Dieser wurde trotz rechtskräftigen Vorbescheides nicht positiv beschieden. Das daraufhin eingeleitete gerichtliche Verfahren führte erst 2003 zu einer Baugenehmigung und 2010 zu einem Ausgleich der Ansprüche aus Staatshaftung. Hintergrund ist das Vordringen privater Betreiber in ein bislang kommunal betriebenes, lukratives Geschäft.

Produktionshalle Carcoustics

Die Fa. Illbruck projektierte eine Erweiterung der Produktion am Standort Neuenkamp. Der bestehende Bebauungsplan sah weitere Bebauungsmöglichkeiten nur an topografisch schwierigen und ökologisch hochwertigen Stellen vor. Aus diesem Grund wurden in enger Abstimmung mit der Stadt Leverkusen und der Fa. Illbruck die Bauflächen von den wertvollen Flächen auf eine angrenzende Ackerfläche mit Hochspannungsleitungen verlagert.

Produktionshalle Reisgies

Die Produktionshalle für den Schaumstoffhersteller erstreckt sich über eine Länge von 387 m und eine Breite von 61 m bei einer max. Spannweite von 42 m. Es galt die hochkomplexen Produktionsanlagen unter Berücksichtigung der damit verbundenen weiteren technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen (z. B. Sprühflut- und CO²-Löschanlagen) zu koordinieren und in ein - trotz der enormen Ausmaße - ansprechendes architektonisches Konzept einzubetten.

Sparkasse Wiesdorf

Bei der Errichtung der Filiale ging es um die Schließung einer Baulücke im 1. Obergeschoss innerhalb der komplexen Landschaft der 2-geschossigen Einkaufsstraße "Luminaden".
Daher galt es neben den im Bankensegment üblichen hohen technischen und gestalterischen Anforderungen auch zahlreiche besondere Herausforderungen zu bewältigen, beispielsweise im Bereich der Statik (geschosshohe beheizte Stahlträger als Brückenkonstruktion) und der Fassadengestalt (Straßenfassade nur im OG).